Freiwillige Feuerwehr Nennhausen im Wandel der Zeit










| Nennhausener Amtsauschuss und die Ortswehrführer zogen Jahresbilanz |
| Geschrieben von der Märkischen Allgemeinen | |
| Donnerstag, 19. November 2009 | |
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Zu 35 Einsätzen wurden die Feuerwehrleute des Amtes Nennhausen in
diesem Jahr bereits alarmiert. 23 Mal rückten die Frauen und Männer
aus, um technische Hilfe zu leisten und zehn Mal wurden sie zur
Brandbekämpfung gerufen. Im Zusammenwirken mit Sanitätern des ASB und
weiteren Hilfskräften stellten die Männer und Frauen der 14
Ortsfeuerwehren des Amtes bei einer Großübung auf dem Gelände des
Therapeutischen Zentrums Kick (Garlitz) im Oktober ihre
Einsatzbereitschaft unter Beweis. „Das war unsere größte und
umfangreichste Einsatzübung in den letzten drei Jahren. Mit den
Ergebnissen können wir zufrieden sein“, bilanzierte Amtsbrandmeister
Holger Püschel am Freitagabend auf einer besonderen Dienstberatung.
Amtsdirektorin Angelika Thielicke und er hatten die Mitglieder des Amtsauschusses und die Ortswehrführer nach Stechow in die Gaststätte „Stadt Rathenow“ eingeladen. Kommunalpolitiker und Feuerwehrleute schätzten in gemeinsamen Runde die Arbeit auf dem Gebiet des Brandschutzes ein und verständigten sich zu weiteren Schwerpunktaufgaben in den Ortsfeuerwehren. „Wir haben sie heute Abend eingeladen, um Ihnen und Ihren Kameraden Dank zu sagen für ihre ständige ehrenamtliche Einsatzbereitschaft“, sagte die Amtsdirektorin. Im Amt Nennhausen vergeht kaum ein Wochenende an dem Feuerwehrleute nicht in irgendeiner Weise aktiv werden. Sei es nun zur Ausbildung, zur Gerätewartung oder zur Vorbereitung und Absicherung von Veranstaltungen in den Dörfern. Gesellschaftliches Leben in den Dörfern ist ohne ehrenamtliches Engagement der Feuerwehrleute heute überhaupt nicht mehr denkbar. Das wissen die Bürgermeister zu würdigen. Wichtigste Aufgabe der Ortsfeuerwehren ist und bleibt aber die Sicherung der Einsatzbereitschaft und der vorbeugende Brandschutz. Püschel sieht die Feuerwehr im Amt Nennhausen dazu gut aufgestellt, obwohl es in kleineren Ortsfeuerwehren, wie Buckow und Damme, immer schwieriger wird, die Einsatzstärke rund um die Uhr abzusichern. Die weitere schrittweise Verbesserung der technischen Ausstattung der Ortsfeuerwehren ist für den Amtsauschuss eine Aufgabe mit vorrangiger Bedeutung. Für dieses Jahr wurden dafür 240 000 Euro in den Vermögenshaushalt des Amtes eingestellt. 30 000 Euro davon flossen in den Ausbau des Feuerwehrhauses Landin und 12 000 Euro in die Erneuerung von Löschbrunnen. 42 000 Euro wurden für den Ausbau des Feuerwehrhauses in Garlitz zurückgelegt. Für die Anschaffung eines neuen Fahrzeuges wurden 60 000 Euro und für den Digitalfunk 20 000 Euro angespart. Mit 82 000 Euro aus dem Verwaltungshaushalt wird im diesem Jahr die „laufende“ Arbeit der Ortsfeuerwehren gesichert. Das Geld wird etwa verwendet zur Bewirtschaftung von Grundstücken, zum Unterhaltung der Fahrzeuge, zur Pflege der Dienst- und Schutzbekleidung und für medizinische Untersuchungen. (Von Norbert Stein) |
MAZ 12.07.2010
ZOOTZEN - Nasses Handtuch in den Nacken und weiter geht es. Wie Martin Urbahn (18 Jahre) und Lucas Lisek (14) tankten auf diese Weise viele Jugendfeuerwehrleute zusätzliche Kondition. Erfrischung war bei tropischer Hitze immer wieder begehrt im 18. Jugendfeuerwehrlager des Landkreises Havelland in Zootzen.
Mädchen und Jungen aus 50 Jugendfeuerwehren nahmen an der Veranstaltung teil. Brandenburgs Kulturstaatssekretär Martin Gorholt war am Samstag gekommen und überbrachte die Grüße von Ministerpräsident Matthias Platzeck. „Das Herz schlägt einem höher angesichts einer solchen geballten Kraft. Das Kreisausbildungslager hier in Zootzen ist das größte im ganzen Land“, sagte Manfred Gerdes, Präsident des Landesfeuerwehr-verbandes.
480 Mädchen und Jungen waren von Donnerstag bis gestern im Ausbildungslager des Landkreises, um sich Feuerwehrwissen anzueignen oder zu vertiefen. So viele Teilnehmer wie noch nie in der 18-jährigen Geschichte des Ausbildungslagers. Die Rekordbeteiligung ist für den Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Frank Pfuhl ein schöner Beweis, dass man sich in den Ortsfeuerwehren des Landkreises um den Nachwuchs kümmert. 140 Helfer und Ausbilder sorgten in Zootzen für ein reibungsloses und abwechslungsreiches Lagerleben. An 22 Stationen übte der Nachwuchs Aufgaben, die ein Feuerwehrmann beherrschen muss für den Einsatz. Auch der ASB-Rettungsdienst, das DRK, Polizei, Bundeswehr und weitere Organisationen waren vertreten und bereicherten die Ausbildung. Das war wirklich alles prima, sagte Thore Bloths (10) von der Jugendfeuerwehr Steckelsdorf am Erste- Hilfe- Ausbildungsstand. So sieht es auch Benjamin Meintzer (13) aus Berge. Am schönsten sei aber die Nachtwanderung gewesen, so die einhellige Meinung des Feuerwehrnachwuchses.
Mit Löschangriffen und anderen Vorführungen zeigte man den Besuchern am Tag der offenen Tür, dass man in den Tagen viel gelernt hat, trotz verkürzter Ausbildungszeiten aufgrund der hohen Temperaturen. (ns)